Überall Inklusion – aber bitte nicht stören

Wir wollen nicht unsichtbar sein, sondern teilnehmen – am Leben; an Freizeitaktivitäten….

Wir haben einen neuen Versuch gestartet. Mal was ganz anderes: „Familiengottesdienst mit Menschen mit Behinderung“

Die Stimmung und die Predigt waren wunderbar – wie alle Personen, so, wie sie sind, perfekt seien. Dass alle Personen, egal, ob sie hochsensibel sind oder Gefühle anderer gar nicht einschätzen können; egal, ob sie in etwas Spitze sind, immer Durchschnitt oder auch stets unter dem Durchschnitt; dass alle Menschen gut seien, so wie sie sind.

Ich war sehr bewegt. Die Stimmung war sehr angenehm. Endlich hatte ich das Gefühl, ich könnte die Kinder einfach ganz sie selber sein lassen; egal, ob sie nicht ruhig sitzen können; egal, ob sie auch mal dazwischen quatschen. Einfach nicht im öffentlichen Raum sich schlecht fühlen müssen, sich an Normen anpassen, die unpassend sind. Es war wunderbar.

Und dieses Wunder dauerte ganze fünf Minuten bis wir wieder sanktioniert wurden („so große Kinder können ja wohl ruhig sitzen!“), bis deutlich gemacht wurde, dass die Idee, dass alle Menschen gut sind und so sein dürfen, wie sie sind, nett ist, solange sie nicht die Ruhe, den Rhythmus, die Geschwindigkeit, die Regeln und Ansprüche Anderer betrifft.

Die beste Inklusion ist sicherlich diejenige, welche am Fernsehbildschirm bequem vom eigenen Sessel aus praktiziert wird – durchaus auch mit Spendenbereitschaft.

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